[...]wachsam streifen meine Blicke mein Opfer, jenes das mir
nichtsahnend ins Netz ging, wie die Fliege in das Netz der
Spinne summt. Gebunden in klebrigen Fäden, zappelnd und sich
nur noch tiefer verstrickend und ich schaue nur zu, genieße
es wie sich Schlinge um Schlinge des seidenen Gespinstes um
sie wickelt, fester sich zusammenzieht um sie schließlich
mir auszuliefern. Mir der ich in schwarzer umhüllender
Dunkelheit warte und beobachte, denn heute Nacht ist
Blutmond, das Fest... das Festmahl.[...]
aus "Blutmond 1 - Das Festmahl"
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Irgendwo in den Schatten unserer Gedanken lauern nicht selten
Dinge die uns Angst machen und dennoch auf irgendeine perfide Weise
zu faszinieren scheinen. Doch trauen wir uns wirklich in diese
Dunkelheit einzutauchen und vielleicht gar in ihr zu schwelgen?
Und falls nicht, was hindert uns? Ist es die Angst? Ist es die Erkenntnis das selbst lichte Geister
Schatten werfen? Wer kennt schon die Antwort, und so heiße
ich Euch willkommen im Schatten meiner Seelen.
- Der Schatten
Epilog:
Lebe Wohl,
Denn nun bin auch ich an dem Punkt angelangt, den ich so fern von mir glaubte.
Der Punkt wo ich bereue.
An dem Punkt wo ich erkennen muß das nicht nur meine Fürstin tot ist,
sondern auch jene Frau die sie verkörperte. Auch wenn Du diese
Zeilen vermutlich nie lesen wirst, solltest Du wissen das am gestrigen Tage
ein Teil von mir starb. Es war Dein Dolch der mir das Leben nahm.
Wer nicht bereit ist flüchtige Eindrücke mit seinen Erfahrungen abzugleichen
ehe er aus ihnen Wahrheiten werden läßt, hat den Wert von Nähe nicht begriffen.
Aber es war schon immer einfacher zu zerstören als aufzubauen.
Ich werde Dich vermissen ja, aber ich bin zu enttäuscht um zu trauern, und so
bleibt mir abschließend nur übrig jenen die nach mir kommen mehr Glück zu wünschen
als mir beschieden war.
Der Schmerz ist noch fühlbar, wenn die Lust bereits vergangen und vergessen ist. (Chris Pohl)
Nie wurde mir die Bedeutung dieses Satzes so auf die Seele gebrannt wie von Dir.
Jeder Traum endet mit dem Erwachen ... und erwacht bin ich nun.
Und dennoch hoffe ich darauf und wünsche mir von Herzen, daß wir einander irgendwann vergeben können.
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